Das geteilte kulturelle Erbe Identitätspolitische Diskurse und pädagogische Einsätze in Ladakh

Rasante Modernisierungsprozesse haben das im Transhimalaya gelegene Ladakh zu einem paradigmatischen Beispiel kultureller Identitätsvergewisserung gemacht. Die Vermarktung der eigenen Exotik, die Entwicklung einer touristischen Infrastruktur und eine individualisierte ökonomische Orientierung habe...

Full description

Bibliographic Details
Main Author: Schäfer, Alfred
Format: eBook
Language:German
Published: Weilerswist Velbrück Wissenschaft 2019
Edition:1. Auflage 2019
Subjects:
Online Access:
Collection: Nomos - Collection details see MPG.ReNa
LEADER 02714nmm a2200337 u 4500
001 EB001956819
003 EBX01000000000000001119721
005 00000000000000.0
007 cr|||||||||||||||||||||
008 210127 ||| ger
020 |a 9783748906520 
100 1 |a Schäfer, Alfred 
245 0 0 |a Das geteilte kulturelle Erbe  |h Elektronische Ressource  |b Identitätspolitische Diskurse und pädagogische Einsätze in Ladakh  |c verfasst von Alfred Schäfer 
250 |a 1. Auflage 2019 
260 |a Weilerswist  |b Velbrück Wissenschaft  |c 2019 
300 |a 1 online resource 
653 |a Education & Cultural Studies 
653 |a Bildung und Kultur 
653 |a Cultural Studies 
653 |a Regional studies (South East Asia) 
653 |a Kulturwissenschaft 
653 |a Südasienstudien 
041 0 7 |a ger  |2 ISO 639-2 
989 |b NOMOS  |a Nomos 
500 |a All_Marketing, NDS_Konsortium, PR0307, Paket Pädagogik 2019 (eLibrary Paket) 
028 5 0 |a 10.5771/9783748906520 
776 |z 9783958321823 
856 4 0 |u https://doi.org/10.5771/9783748906520  |x Verlag  |3 Volltext 
082 0 |a 370 
082 0 |a 320 
520 |a Rasante Modernisierungsprozesse haben das im Transhimalaya gelegene Ladakh zu einem paradigmatischen Beispiel kultureller Identitätsvergewisserung gemacht. Die Vermarktung der eigenen Exotik, die Entwicklung einer touristischen Infrastruktur und eine individualisierte ökonomische Orientierung haben zur Auflösung dessen geführt, was noch bis in die 1970er Jahre hinein als fraglose kulturelle Gemeinsamkeit der Region im Norden Indiens gelten konnte.Das geteilte kulturelle Erbe der Ladakhi wird damit zum Gegenstand identitätspolitischer Interpretations- und Aushandlungsprozesse. Die vorliegende Studie untersucht die diskursiven Strategien, mit denen lokale Religionsgemeinschaften sowie deren Privatschulen, aber auch lokale NGOs um eine hegemoniale Position ringen. Deren politische und pädagogische Bemühungen konzentrieren sich auf einen Ausgleich von Konfliktpotentialen im Verhältnis von sozialer Einheit und religiöser Partikularität, von Individualisierung und Gemeinschaftsvorstellungen sowie von Tradition und Zukunftsorientierung.Aber im Streit um das Gemeinsame zeigen sich unterschiedliche Interessenkonstellationen, die als solche genau jenen Grund in Frage stellen, auf den sie sich berufen: die gemeinsame Identität. Die Bestimmungsversuche eines geteilten kulturellen Erbes tragen so selbst zu dessen befürchtetem Verlust bei und verweisen auf ein Problem moderner Gesellschaften: auf die Frage einer sozialen Einheit, die sich nicht mehr auf eine ›substantielle‹ und unhinterfragbare Grundlage stützen kann.