Die vergessene Cantilene. Frédéric Chopins missverstandene Virtuosität Grundlagen der Aufführungspraxis

Chopin habe über alle Maßen gesanglich gespielt, berichten viele Zeitgenossen. Was das aber konkret pianistisch heißt, bleibt meist im Dunkeln. Neue Quellen von Chopin-Schülern ermöglichen nun tiefere Einblicke: Chopins kantabler Duktus war in seinem Spiel quasi omnipräsent, erzeugt durch ein umfass...

Full description

Bibliographic Details
Main Author: Rittner, Hardy
Format: eBook
Language:German
Published: Kassel, Germany Bärenreiter 2022, 2022
Edition:1st ed. 2022
Series:Fokus Musikwissenschaft
Subjects:
Online Access:
Collection: Springer eBooks 2005- - Collection details see MPG.ReNa
Description
Summary:Chopin habe über alle Maßen gesanglich gespielt, berichten viele Zeitgenossen. Was das aber konkret pianistisch heißt, bleibt meist im Dunkeln. Neue Quellen von Chopin-Schülern ermöglichen nun tiefere Einblicke: Chopins kantabler Duktus war in seinem Spiel quasi omnipräsent, erzeugt durch ein umfassendes Überlegato sowie melodische, auch vom Belcanto inspirierte Hervorhebungen. Gleichzeitig wurden die nicht als melodisch erachteten Kontexttöne oft erheblich zurückgenommen, gerade in virtuosen Passagen – eine überraschende Erkenntnis, die das gesamte Klavierwerk Chopins betrifft. Die prägenden Interpretationen der letzten Jahrzehnte entsprechen also nicht dem, was Chopin ursprünglich intendierte. Die vorliegende Studie zeichnet ein neues Bild von Chopins brillanten Werken und rekonstruiert eine höchst eigenwillige Klanglichkeit, die auf historischen wie auf modernen Konzertflügeln verwirklicht werden kann
Physical Description:189 S. online resource
ISBN:9783761872789