Heterogenität und Performance von Forschernachwuchsgruppen Eine Untersuchung am Beispiel von DFG-geförderten Graduiertenkollegs

Der aktuelle Reformprozess im Wissenschaftssystem wird begleitet von einem Paradigmenwechsel hin zu mehr Internationalität und Interdisziplinarität; daneben werden die Bestrebungen zur Gleichstellung der Geschlechter forciert. Empirisch zeigt sich entsprechend eine zunehmende Heterogenität von Forsc...

Full description

Bibliographic Details
Main Author: Unger, Birgit
Other Authors: Backes-Gellner, Uschi ([HerausgeberIn]), Kräkel, Matthias ([HerausgeberIn]), Pull, Kerstin ([HerausgeberIn])
Format: eBook
Language:German
Published: Mering Edition Rainer Hampp 2010, 2010
Edition:1. Auflage
Series:Beiträge zur Personal- und Organisationsökonomik
Subjects:
Online Access:
Collection: wiso-net eBooks - Collection details see MPG.ReNa
LEADER 02869nmm a2200301 u 4500
001 EB001344356
003 EBX01000000000000000898546
005 00000000000000.0
007 cr|||||||||||||||||||||
008 170124 ||| ger
020 |a 9783866185623 
100 1 |a Unger, Birgit 
245 0 0 |a Heterogenität und Performance von Forschernachwuchsgruppen  |h [electronic resource]  |b Eine Untersuchung am Beispiel von DFG-geförderten Graduiertenkollegs  |c Unger, Birgit 
250 |a 1. Auflage 
260 |a Mering  |b Edition Rainer Hampp  |c 2010, 2010 
300 |a 231 S. 
653 |a Erfolg 
653 |a Deutsche Forschungsgemeinschaft 
653 |a Wissenschaftlicher Nachwuchs 
700 1 |a Backes-Gellner, Uschi  |e [HerausgeberIn] 
700 1 |a Kräkel, Matthias  |e [HerausgeberIn] 
700 1 |a Pull, Kerstin  |e [HerausgeberIn] 
041 0 7 |a ger  |2 ISO 639-2 
989 |b WISO  |a wiso-net eBooks 
490 0 |a Beiträge zur Personal- und Organisationsökonomik 
856 4 0 |u https://www.wiso-net.de/document/EBOK,AEBO__9783866185623231  |x Verlag  |3 Volltext 
082 0 |a 330 
520 |a Der aktuelle Reformprozess im Wissenschaftssystem wird begleitet von einem Paradigmenwechsel hin zu mehr Internationalität und Interdisziplinarität; daneben werden die Bestrebungen zur Gleichstellung der Geschlechter forciert. Empirisch zeigt sich entsprechend eine zunehmende Heterogenität von Forschungsteams bei gleichzeitig zunehmenden Kooperationsaktivitäten. Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage nach den Effekten dieser Entwicklungen für die Performance von Forschernachwuchsgruppen. In der theoretischen Analyse werden die Argumente der Literatur zur Nutzen- und Kostenwirkung von Heterogenität zusammengeführt. Um argumentieren zu können, welcher der beiden gegenläufigen Effekte in Forschernachwuchsgruppen dominiert, wird differenziert zwischen den verschiedenen Heterogenitätsarten einerseits und den verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen (Geistes- und Sozialwissenschaften versus Natur- und Lebenswissenschaften) andererseits. Die empirische Überprüfung erfolgt anhand eines originären Datensatzes zu 86 DFG-geförderten Graduiertenkollegs. Die Analyseergebnisse vermögen zu zeigen, dass – anders als die Forderungen nach Interdisziplinarität, Internationalität und Gender Mainstreaming nahe legen würden – mehr Heterogenität keinesfalls immer vorteilhaft ist. Stattdessen ist der Zusammenhang zwischen Heterogenität und Performance – wie theoretisch erwartet – abhängig von der Art der Heterogenität und variiert zwischen den verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen. Aus diesen Ergebnisse werden differenzierte Implikationen zur Steuerung von Heterogenität in Forscher(nachwuchs)gruppen abgeleitet, die deutlich abweichen von der pauschal formulierten Forderung nach mehr Heterogenität von Seiten der Wissenschaftspolitik