Methodenlehre der Rechtswissenschaft

Was ist die Rechtswissenschaft? Ist sie eine "Wissenschaft", d. h. eine auf die Gewinnung von Erkenntnissen gerichtete planvolle geistige Tätig­ keit, oder nur ein geordnetes Wissen von dem, was in einer bestimmten Rechtsgemeinschaft, hic et nunc, als "Rechtens" angesehen wird, o...

Full description

Main Author: Larenz, Karl
Corporate Author: SpringerLink (Online service)
Format: eBook
Language:German
Published: Berlin, Heidelberg Springer Berlin Heidelberg 1969, 1969
Edition:2nd ed. 1969
Series:Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft
Subjects:
Law
Online Access:
Collection: Springer Book Archives -2004 - Collection details see MPG.ReNa
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505 0 |a Rechtstheorie und Methodenlehre in Deutschland seit Savigny -- 1. Die Methodenlehre Savignys -- 2. Die „Begriffsjurisprudenz“ des 19. Jahrhunderts -- 3. Rechtstheorie und Methodenlehre unter dem Einfluß des positivistischen Wissenschaftsbegriffs -- 4. Die Abwendung vom Positivismus in der Rechtsphilosophie der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts -- 5. Methodische Bestrebungen der Gegenwart -- II. Systematischer Teil -- 1. Rechtstheoretische Grundlegung -- 2. Die Anwendung der Rechtssätze auf einen Sachverhalt -- 3. Die Auslegung der Gesetze -- 4. Die (offene) Fortbildung des Rechts durch Rechtswissenschaft und Rechtsprechung -- 5. Die Begriffsbildung und das System der Rechtswissenschaft -- Namenverzeichnis 
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520 |a Was ist die Rechtswissenschaft? Ist sie eine "Wissenschaft", d. h. eine auf die Gewinnung von Erkenntnissen gerichtete planvolle geistige Tätig­ keit, oder nur ein geordnetes Wissen von dem, was in einer bestimmten Rechtsgemeinschaft, hic et nunc, als "Rechtens" angesehen wird, oder vielleicht eine "technische Kunstlehre", eine Anweisung dazu, Rechts­ fälle nach bestimmten Regeln, die als praktische Maximen oder Kon­ ventionalregeln zu kennzeichnen wären, in gleichmäßiger Weise zu ent­ scheiden? Ist sie vielleicht dieses alles zugleich? Alle nur denkbaren Antworten sind auf diese Frage gegeben worden. Zumal im 19. Jahr­ hundert hat man, unter dem Eindruck der Erfolge der Naturwissenschaft, häufig versucht, die Rechtswissenschaft dadurch in den Rang einer Wis­ senschaft zu "erheben", daß man eine der naturwissenschaftlichen ähn­ liche Methode für sie forderte. Das beginnende 20. Jahrhundert hat dann, in der Abwehr des Totalitätsanspruchs der Naturwissenschaft, speziell einer rein naturwissenschaftlich verfahrenden Psychologie und Soziologie, die Selbständigkeit der "Geisteswissenschaften" (oder "Kulturwissen­ schaften") und ihrer Methoden zu begründen versucht. Eine zu ihrer Zeit sehr einflußreiche, heute schon wieder fast vergessene philosophische Richtung, der Neukantianismus, der gerade in der Rechtsphilosophie einen starken Widerhall gefunden hat, ließ sich dies besonders angelegen sein. Im Fortgang dieser Bewegung, aber auch im Bereiche "phäno­ menologischer" und "ontologischer" Forschungen rückten die Struk­ turen des "personalen" und des "objektiven" Geistes immer stärker in das Blickfeld der Wissenschaft